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Königsjahr 1997/98

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König Rudi besteigt den Thron

Wer wird Schützenkönig 1997? Alljährlich wird in Lohne und Umgebung gerätselt, in diesem Jahr wusste nicht einmal die sonst so gut informierte OV davon. Rudolf Wöhrmann machte seinen Jugendtraum wahr. Die Vorbereitungen verliefen so geheim, dass der Thron sich nicht in Rudis Wohnung traf, sondern in dessen Büroräumen im Industriegebiet. Wegen dieser umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen war selbst die 27. Kompanie überrascht, als Rudi am Schützenfestsonntag verkündete, er werde nicht nachlassen und um die Königswürde kämpfen.

Groß war der Jubel, als am Montagabend König Rudi inthronisiert wurde. Er gehört der 27. Kompanie "Sanssouci" seit 1966 an. 1981 wurde er deren Feldwebel und führte die Kompanie als Hauptmann von 1989 bis 1998. Unter König Manfred Thomann gehörte er als Herzog Rudolf von Waage und Ei dem Thron an. Seine Ehefrau Königin Elfriede vom Siebengestirn stand ihm allzeit vorbildlich zur Seite.

Neben den üblichen Veranstaltungen wie Schützenball und Besuchen anderer Schützenfeste ließ es sich der Thron 1997/98 nicht nehmen auch eigene Akzente zu setzen und besondere Veranstaltungen durchzuführen.

Der Thron lädt "Die Binnenschippers" ein 

Viel Spaß hatten der Lohner Schützenthron und "Dei Binnenschippers" bei einem Nachmittagsausflug auf einem Binnenschiff. König Rudolf, der selber auch ein begeisterter Segler ist, hatte den Lohner Shanty Chor am Samstag den 06.09.1997 dazu eingeladen. Hintergrund war, dass sie, seiner Meinung nach, sich zwar als Binnenschipper ausgeben, aber noch nie auf einem echtem Binnenschipp waren. Der Törn fand auf einem 101 Jahre altem Schiff auf dem Barßeler Tief statt.


Um 14.30 Uhr startete die Busfahrt bei der Gaststätte Hoyer. Rund 2 Stunden verbrachte man auf dem Schiff. Während der ganzen Zeit stellten die Musiker ihre Stücke vor und zwar mit einer solchen Leidenschaft, dass zum Schluss auch der Thron begann mit einzustimmen. Danach gab es ein deftiges Essen bei Pollmeyer in Thüle. Auf dem Rückweg hielt man in Harkebrügge noch bei den Vorbereitungen für das dortige Schützenfest an, um den Schützen ein Ständchen zu überbringen. Gegen 22.00 Uhr kam die Ausflugsgemeinschaft wieder bei Hoyer an, wo sie den schönen Tag mit einer geselligen Runde ausklingen ließen.

Thron besucht St-Elisabeth-Haus

Wie es für den Lohner Schützenthron schon zur Tradition geworden ist, besuchte König Rudi mit seinem Hofstaat in seinem Königsjahr in der Weihnachtszeit das St.-Elisabeth-Haus. Dort wurden sie vom Leiter der Einrichtung, Andreas kl. Bornhorst, begrüßt und den Hausbewohnern vorgestellt. Für den Thron hatte die Vorbereitung für den Besuch schon einige Tage zuvor begonnen. Man hatte für alle Hausbewohner ein schönes Weihnachtsgeschenk gebastelt, das im Rahmen der Feier übergeben wurde. Auch der Kuchen, der auf der Kaffeetafel gereicht wurde, war von den Thronmitgliedern gebacken worden. Außerdem boten Minister Mathias Wöhrmann zusammen mit Sabine Mönnich und Barbara Pundsack einige Weihnachtslieder auf der Gitarre und Querflöte.

Geburtstagsfeier des Königs

Ca. 150 Freunde, Verwandte, Schützen, etc. waren der Einladung des Königs gefolgt, um mit ihm am 27.12. 1997 seinen 42. Geburtstag zu feiern. Die Feier fand statt in der Halle der Fa. Wöhrmann GmbH. Anlässlich dieses Ereignisses hatte die 27. Kompanie einen Fackelzug zusammen mit dem Spielmannszug organisiert. Als die meisten Gäste erschienen waren, überreichte der Major des V.Bataillions, Werner Olberding, dem Geburtstagkind feierlich sein Geschenk --- ein Fahrrad. König Rudolf bedankte sich artig dafür. Danach konnte es mit der eigentlichen Fete losgehen. Für Stimmung diente die Tanzband "Remember", daher war die Tanzfläche immer gut gefüllt. Gegen den Hunger gab es Grünkohl mit Pinkelwurst und ein mit reichlichen Getränken bestückter Pavillon sorgte dafür, dass keiner verdurstete.. Alle hatten sehr viel Spaß, sodass erst um 5.00 Uhr morgens die Letzten ihren Heimweg fanden.

Kompaniefahrt zum Schloss "Sanssouci"


Unter Führung von König Rudi machten sich Schützenbrüder und Ehefrauen der 27. Kompanie auf den Weg nach Berlin und Potsdam, um drei gemeinsame Tage vom 24. bis zum 26. April 1998 zu erleben. Mit dem Busfahrer Herbert Bohl hatte man einen Glücksgriff getan, da er fast alle Straßen von Berlin und Umgebung so gut kannte, dass es so manch ein Stadtführer nicht hätte besser machen können. Am frühen Nachmittag des ersten Tages erreichten die Reisenden das Hotel "Berliner Bär", um anschließend Berlin zu erkunden. Abends besuchten sie die Revue "Joker" im Friedrichspalast. Nach dem gemeinsamen Frühstück war am zweiten Tag eine Stadtbesichtigung angesagt. Der Stadtführer begleitete die Schützen und ihre Frauen mit Witz und Charme durch Berlin. Am frühen Nachmittag fuhren die Teilnehmer zum Schloss "Sanssouci" in Potsdam, dass ja für den Kompanienamen verantwortlich ist. Am Abend verbrachten die Teilnehmer noch einige gesellige Stunden auf dem Kurfürstendamm im Herzen Berlins. Am Morgen des dritten Tages wurde nochmals der Osten der Stadt Berlin, insbesondere das Nikolaiviertel, besichtigt. Danach trat man wieder die Heimreise an.

Wachhäuschenabholung

Am Freitag, dem 11.6.98, fand der diesjährige Wachhäuschenwechsel statt. Um 19.30 Uhr traf der gesamte Königsthron 1997/98 mit dem Lohner Spielmannszug und der Königskompanie bei der Danner Kompanie mit ihrem Ex-König André Wilke ein. Nach harter, aber fairer Verhandlung einigten sich nach ca 2 Stunden die beiden Hauptleute Georg Sieverding (5. Kp./ 1.Zug "Dei Danner") und Wido Lamping (Königskompanie) auf eine Auslösesumme von 100 Liter Bier. Anschließend fand die gemeinsame Unterzeichnung der Ehrenurkunde statt. Noch bis spät in die Nacht waren beide Kompanien in gemütlicher Runde beisammen.

Königsfest

König Rudi v. Sanssouci und seine Königin Elfriede hatten mit ihrem Thron und der Kompanie zum großen Sommerfest auf dem Gingfelder Sportplatz eingeladen und viele waren dem Aufruf gefolgt.

Neben einem stark besetzten Aufgebot von Damen aus allen Kompanien des Königsbataillions, die sich in einem Beachvolleyballturnier maßen, hatten sich auch die Herren zu einem Kleinfeldfußballturnier zusammengefunden. Aber auch an die Kleinen hatte man in vielen Aktionen gedacht. So hatte man z.B. einen Clown und ein Gespenst eingeladen, welche die Kinder unterhielten. Zur Stärkung gab es neben Kaffee und Kuchen auch Gegrilltes, und ganz wichtig, zwei Getränkestände, die dem schönen Wetter entsprechend reichlich besucht waren. Eine Person ist noch ganz besonders zu erwähnen: Martina Soika, vielen als "Pütti" bekannt, die mit vollem Körpereinsatz fast noch ihr letztes Hemd für den guten Zweck hergab. Denn der Erlös dieses rundum gelungenen und schon auf das nahende Schützenfest einstimmende Fest kam der Litauenhilfe der Fa.Pöppelmann zu Gute.
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